Dispositionsrecht
Als primärem Risikoträger für das Absatzrisiko kommt dem Verlag das originäre Dispositionsrecht zu. Mit der Übertragung der Vertriebsrechte auf den Grossisten entsteht für diesen allerdings ein abgeleitetes Dispositionsrecht. Bei dessen Ausübung hat der Großhandel zwei Interessen gerecht zu werden: Der Verlag hat eine bestimmte Vorstellung über die Attraktivität und das Absatzpotential seines Produktes, wonach er auch die Auflage bestimmt. Der Einzelhandel vermittelt hingegen die Marktnähe zum Endverbraucher. Legt der Grossist nun die Abnahmemengen des Einzelhandels fest, so orientiert er sich am Grundsatz der Angemessenheit. Die Disposition bemisst sich an der Umsatzgruppe der Verkaufsstelle und der Schwankungsbreite beim Verkauf des Objekts. Die von unserer ehemaligen Tochtergesellschaft Dillmann + Co GmbH entwickelten mathematischen Prognose- und Dispositionsverfahren helfen Verlagen und Grossisten die optimale Menge zu bestimmen und diese gemäß der erwarteten Nachfrage auf die Einzelhändler zu verteilen.
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